Der Weltuntergang

Theater Köln-Süd spielt „Der Weltuntergang“ nach Jura Soyfer.

Der österreichische Autor schrieb sein Werk vor rund 100 Jahren, aber bis heute ist es bedrückend aktuell. Hans Peter Mörsch inszeniert das Stück als eine unterhaltsame temporeiche Revue mit zum Teil skurrilen, aber dennoch wirklichkeitsnahen Figuren. Livemusik, Choreografien und ein eindrucksvolles Bühnenbild sorgen für einen fulminanten Tanz auf dem Vulkan mit Witz und Tiefgang.

Zur Handlung:

Der Erde geht es nicht gut. Die Menschen und ihr zerstörerisches Verhalten setzen ihr immer mehr zu. Die Sonne als Herrin der Planeten mag dem Verfall nicht länger zusehen und schickt einen Kometen, der das Problem „Menschheit“ ein für alle Mal beseitigen soll.

Die Astrophysikerin Professorin Guck wird bei ihrer Arbeit zufällig auf den nahenden Kometen aufmerksam. Sie begreift schnell, dass dieser im Begriff ist, die Erde zu zerstören, und entwickelt das Konzept für eine Maschine, welche die Katastrophe abzuwenden vermag. Doch für die Umsetzung ihrer Idee braucht sie Geld und muss sich aus ihrer wissenschaftlichen Enklave herauswagen, um in der knappen Zeit bis zum Weltuntergang Sponsoren zu finden. Es beginnt ein Wettlauf gegen die Zeit, den Egoismus und die Ignoranz der Menschheit.

Auf ihrer Reise um die Welt nehmen sie viele nicht ernst, andere sind von ihrem Engagement begeistert. Aber niemand glaubt ihr, dass die Erde wirklich bedroht ist. Trotzdem beschäftigt der drohende Weltuntergang die Menschen und jeder von ihnen geht individuell damit um. Manche ergötzen sich an ihm als rein mediales Spektakel, andere bereichern sich an der allgemeinen Angst. Der Konsum steigt ins Unermessliche, das Leben wird gefeiert, dem Untergang getrotzt. Ums Überleben aber kämpft bis zum Schluss nur eine: Professorin Guck. Doch kann ein Mensch den Kosmos von dem Wert seiner Spezies überzeugen und den Weltuntergang verhindern?