Josef & MariaJosef & Maria

Was haben ein alter Wachmann und eine betagte Putzfrau nach Dienstschluss in einem Kaufhaus gemeinsam? Fast nichts – bis auf die Tatsache, dass sie zwei einsame Menschen am Ende ihres Lebens sind, die endlich die Chance auf etwas Respekt und Wärme haben.

Es ist Heiligabend nach Ladenschluss in einem Kaufhaus. Die letzten Kunden sind mit Geschenken nach Hause geeilt. Jetzt beginnt für die Putzfrau Maria die Schicht. Im Personalraum begegnet sie Josef, dem Mann von der Wach- und Schließgesellschaft.

Erst zögerlich und dann in einem fort reden die zwei zunächst aneinander vorbei, bis sie dann doch anfangen, einander zu zuhören – wo ihnen doch ansonsten so gut wie keiner mehr zuhört.

Josef, ein alter Kämpfer, der angesichts des Untergangs der Sowjetunion zum letzten Mohikaner des Kommunismus wird, trifft auf Maria, die einmal Tingel-Tangel-Tänzerin war und heute ihrem Sohn und ihrer Schwiegertochter nur noch auf die Nerven geht. Sie sind zwei ältere Menschen  – Übriggebliebene, lächerlich Gewordene – an Heiligabend mitten in der Warenpracht eines Kaufhauses, die noch einmal die Chance auf etwas Glück bekommen.

Ingrid Peuster und Manfred Mörsch bilden ein liebenswertes Paar in „Josef & Maria“ von Peter Turrini. Die Premiere des Stücks zeigte Theater Köln-Süd im Oktober 2014. Vom 11.-13. November 2016 gibt es eine Wiederaufnahme. Regie führt Franziska Winterberg.

Josef:
„Und wenn mich die jungen Leute mit meinem Fahrrad und in kurzen Hosen und Socken mit Sockenhalter sehen, dann höre ich doch genau, wie die sagen: Schaut euch den verrückten Alten an.“

Maria:
„Ich weiß schon, dass ich nicht auf der Höhe meiner Frischität bin, aber dass ich mich von einem alten Klugscheißer abweisen lassen muss, das hab ich nicht nötig.“

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